Modelleisenbahnclub Neustadt a.Rbge. besucht die Museumseisenbahn Bruchhausen/Vilsen

Die große Eisenbahn einmal aus nächster Nähe zu sehen, zu spüren und zu schnuppern, stand bei der Jugendgruppe des Modelleisenbahnclub Neustadt auf der Wunschliste ganz oben. Am Sonntagmorgen, den 1.September stand der moderne Reisebus des Unternehmen Meuter am Vereinsheim für die geplante Tagesfahrt bereit. Die Jugendbetreuer Rolf Düwel und Hansjörg Güth begrüßten ihre 21 angemeldeten Jugendlichen, während sich der Vorsitzende Dietmar Fenske und der Kassenwart Uwe Oertelt um die weiteren Reisenden kümmerten. Der Busfahrer Eckhardt Simon, längst ein bekanntes Gesicht bei den Modelleisenbahnern, stellte sich eigens mit Eisenbahner-Krawatte vor und freute sich über seinen voll besetzten Bus. Nach einer 45minütigen Fahrzeit wurde der MEC bereits durch Mitglieder des Museumseisenbahnverein Bruchhausn/Vilsen erwartet. Nachdem die Fahrkarten gelöst waren, durften die MECler in den auf Gleis 1 bereit stehenden Nostalgiedampfzug einsteigen. Es wurden zusätzlich zwei Wagons für die 57 Miniatureisenbahner angehängt. Mit Volldampf stampfte die auf den Namen Hoya getaufte Schmalspurlokomotive in Richtung Asendorf. Einen Fotohalt gab es auf freier Strecke. Jeder Mitreisende konnte sich in mitten der Natur den Inspirationen hingeben. Eine Überraschung hielt das Zugpersonal eigens für den MEC bereit. Eine Schein-Anfahrt, zu der sich alle Videoamateure best möglich postierten, während der Zug zurück setzte, um dann mit seiner schnaubenden Dampflok voran in rasanter Vorbeifahrt ein unvergessliches Spektakel darbot. Nach dem alle Fahrgäste wieder eingestiegen waren, ging es zum Endbahnhof nach Asendorf. Für den eineinhalb stündigen Aufenthalt war der Besuch des Auto-Museums vorgesehen. Auf einem ehemaligen Gehöft fühlte man sich in die Vergangenheit zurück versetzt. Eine beachtliche Sammlung von originalen Fahrzeugen vom Zweirad bis zum PKW mit deren anschaulicher Technik waren zu bestaunen und sorgten nicht nur bei den Jugendlichen für Begeisterung . Für die anschließende Rückfahrt nach Bruchhausen/Vilsen hatte das Organisationsteam des MEC Neustadt einen Triebwagen ausgewählt, welcher nur jeden 1. und 3. Sonntag im Monat zum Einsatz kommt. Aus Kapazitätsgründen musste auch hier ein Sonderwagon angehängt werden. Nachdem sich der Triebwagen mittels einem dieselgetriebenen Motors in Bewegung setzte, erreichte er nach kurzer Zeit die atemberaubende Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h. Die Schmalspurgleistrasse lies den Zug und deren Fahrgäste ordentlich hin und her schunkeln. Nach dem Eisenbahn-Fahrabenteuer folgte die wohlverdiente Mittagspause. Die Jugendgruppe versammelte sich an Düwels Wohnmobil und stärkte sich mit selbst gemachten Leckereien von Sabine Düwel. Nach dem genüsslichem Energieschub bekamen die Kids eine spannende Führung über das musealische Betriebsgelände. Der angrenzende Wasserspielplatz lud danach zur Entspannung ein. Jan Langreder und Felix Schade, Mitglieder der MEC Jugendgruppe, unterstützten hier die Jugendbetreuer mit Spielen und hatten einen riesigen Spaß, gemeinsam mit den anderen Kids, ihren Rolf und Hansjörg mit Toilettenpapier in Mumien zu verwandeln. Die Großen fuhren indes zum nahe gelegenen Restaurant Dillertal an die B6. Eine Stunde für die geplante Pause war zu kurz für einen gemütlichen Kaffee danach aber Herr Kindermann, einer von vier Gründungsmitgliedern der ersten deutschen Museumseisenbahn, hatte sich für eine Führung durch die Geschichte des Vereins auf dem Betriebsgelände bereit erklärt. Ein Museum zum Anfassen, so die Devise des Vereins wurde deutlich, als Philliph Slotwinsky eine Weiche stellen sollte, um so dessen Verriegelungsfunktion zu veranschaulichen. Herr Kindermann machte bei seinen Ausführungen den Eindruck, zu jeder Lok und zu jedem Wagon bei einem Bestand von über 90 Fahrzeugen eine Geschichte erzählen zu können. Sogar einen herrschaftlichen Salonwagen können Hochzeitspaare buchen, um sich das Ja-Wort zu geben. Dazu muss der Zug aber einen Halt einlegen. Das ist so Vorschrift in Deutschland, so Kindermann. Im Nu war die zur Verfügung stehende Zeit verstrichen. Mit vielen gesammelten Erlebnissen und Eindrücken an diesem regenfreien Tag ging es um 17.00 Uhr wieder zurück nach Hause. Ein toller Sonntag, da waren sich alle einig.

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